Icon SucheIcon Leichte SpracheLeichte SpracheIcon Deutsche GebärdenspracheDGSIcon Translatetranslate
> Dr. Werner Günter Mann beobachtete mehr als 40 Jahre das Wetter

Aus dem Rathaus (Bönnigheim)

Dr. Werner Günter Mann beobachtete mehr als 40 Jahre das Wetter

Er erfasste und notierte seit 1985 durchgehend als ehrenamtlicher Wetterbeobachter im Auftrag des Deutschen Wetterdienstes (DWD) das Wetter in Bönnigheim. Deshalb wurde an den Bönnigheimer Dr. Werner Günter Mann von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ihm als Dank für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement nun die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Der frühere Lehrer und Konrektor am Brackenheimer Zabergäugymnasium Herr Dr. Mann war 16 Jahre lang Stadtrat in Bönnigheim und im Partnerschaftsausschuss und verschiedenen Vereinen aktiv.

Die Auszeichnung wurde Dr. Werner Günter Mann am vergangenen Mittwoch von Rene Griebel, Leiter des Regionalen Standortmanagements Süd, Außenstelle Stuttgart im Beisein des Bönnigheimer Bürgermeisters Albrecht Dautel im Museum Sophie La Roche feierlich überreicht. Rene Griebel überbrachte den Dank der Präsidentin des DWD und würdigte die außerordentliche Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft des Geehrten. Herr  Mann hat insgesamt mehr als 40 Jahre lang die Station betreut, täglich den Niederschlag gemessen und bis Oktober 2025 das Wetter in Bönnigheim gewissenhaft beobachtet und notiert. Das reichte vom Verlauf von Gewittern und Hagelschauern bis zum winterlichen Schneetreiben sowie die Messung der Schneehöhe. Dr. Werner Günter Mann leistete mit seinen Messungen einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Wettervorhersage und Klimaüberwachung. Davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, denn die Auswirkungen des Wetters und Klimas betreffen jeden von uns. Für den nationalen Wetterdienst sind Bürger wie Dr. Werner Günter Mann unverzichtbar, die mit Spaß am Wetter, Liebe zur Natur, einer guten Beobachtungsgabe und einem hohen Verantwortungsbewusstsein jahrzehntelang gewissenhaft das Wetter in ihrer Region überwachen.

Bürgermeister Albrecht Dautel gratulierte Herrn Dr. Mann zu dieser Auszeichnung, die im Beisein seiner Familie und von Freunden überreicht wurde.

Der Deutsche Wetterdienst betreibt in ganz Deutschland ein flächendeckendes Mess- und Beobachtungsnetz mit etwa 1900 Messstellen. Dazu gehören rund 180 hauptamtliche Wetterstationen, die inzwischen alle automatisiert sind. Etwa 1750 weitere Messstellen des DWD werden ehrenamtlich von engagierten Bürgerinnen und Bürgern - häufig seit Jahrzehnten - betreut. Die vor Ort gemessenen Daten und die Beobachtungen werden vom nationalen Wetterdienst dann zum Beispiel für die Wettervorhersage oder Gutachten bei Wetterschäden genutzt. Sie helfen aber auch, den Klimawandel in Deutschland genau zu erfassen und deren Folgen besser einschätzen zu können.

Neuer Standort in Bönnigheim gesucht
Zu den Voraussetzungen für die Übernahme dieser verantwortungsvollen Tätigkeit gehören nicht nur Einsatzbereitschaft und die erforderliche Zeit, sondern auch ein geeignetes Grundstück, auf dem die Messgeräte des DWD gemäß internationalen Vereinbarungen und in ausreichendem Abstand zu Gebäuden und Bewuchs aufgestellt werden können. Kosten entstehen ehrenamtlichen Beobachtern weder durch den Aufbau noch durch den Betrieb der Station. Um die langjährige Messreihe in Bönnigheim fortzusetzen, sucht der Deutsche Wetterdienst derzeit nach einem neuen Standort für einen Regenmesser. Interessierte Bürger können sich gerne direkt an Herrn Griebel beim DWD in Stuttgart wenden.
 

v. l. n. r.: Bürgermeister Albrecht Dautel, Rene Griebel (Leiter des Regionalen Standortmanagements Süd des Deutschen Wetterdienstes) und Dr. Werner Günter Mann
© Stadt Bönnigheim
v. l. n. r.: Bürgermeister Albrecht Dautel, Rene Griebel (Leiter des Regionalen Standortmanagements Süd des Deutschen Wetterdienstes) und Dr. Werner Günter Mann
© Stadt Bönnigheim
© Stadt Bönnigheim
© Stadt Bönnigheim
© Stadt Bönnigheim