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> Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung am 12. März 2026 folgende Themen beraten und beschlossen:

Aus dem Verwaltungsausschuss

Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung am 12. März 2026 folgende Themen beraten und beschlossen:

Zur Kenntnis nahm das Gremium den Bericht der Schulsozialarbeit aus dem Schuljahr 2024/2025. Die Arbeiterwohlfahrt Ludwigsburg (AWO), die Schulsozialarbeit an den drei Bönnigheimer Schulen seit 2024 betreibt, hatte den Bericht vorgelegt. Demnach waren die Stellen an der Ganerbenschule zu 60 Prozent besetzt, an der Sophie-La-Roche-Realschule zu 90 Prozent und am Alfred-Amann-Gymnasium zu 40 Prozent. Damit die Schüler die Sozialarbeiterinnen während der Schulzeit künftig auch spontan erreichen können, ist im neuen Bau II ein festes Büro als Anlaufstelle eingeplant. Somit haben Schüler, Eltern sowie Lehrkräfte verlässliche Ansprechpartnerinnen für Hilfe bei persönlichen oder schulischen Herausforderungen. Hier werden Lösungsideen gemeinsam entwickelt und die Fachkräfte begleiten die Lösungsprozesse bei Bedarf. Ein Schwerpunkt der Einzelfallhilfe ist die Stärkung des Selbstwertgefühls, um der jugendlichen Entwicklung Stabilität zu geben. Auch wenn Schüler dem Unterricht fernbleiben helfen die Sozialarbeiter weiter. Ob Prüfungsangst, Selbstfürsorge oder emotionale Belastungssituationen, die Zahl der durchgeführten Beratungsgespräche zeigt, der Bedarf bei den Kindern und Jugendlichen ist nach wie vor groß. 

Zu folgenden Themen bieten die Schulsozialarbeiterinnen je nach Altersstufe Angebote an: Umgang mit Konflikten in der Klassengemeinschaft, respektvoller Umgang miteinander, Empathie fördern, Grenzen setzen, Stressbewältigung, alternative Handlungsstrategien zu erlernen, Vertrauen aufbauen. Neben Einzelfallhilfe hat die Schulsozialarbeit ein breit gefächertes Angebot für Klassen oder Schülerinnen und Schüler, die ein gemeinsames Thema verbindet. Angeboten wurden zudem Workshops, Theateraufführungen sowie eine Themenwoche. Auch in diesem Jahr investiert die Stadt für die Schulsozialarbeit über 175.000 Euro. Dafür hat sie Landeszuschüsse beantragt und erhält 14.896 Euro.

Einstimmig – bei einer Enthaltung – beschloss das Gremium bei der Bedarfsanpassung der Betreuungsgruppen U3 und Ü3 in der Krippe und Kita Schlossfeld: Der Verwaltungsausschuss stimmt dem Vorschlag der Verwaltung zur Umstrukturierung der Betreuungsgruppen in Kita und Krippe Schlossfeld wie dargestellt zum 1. September 2026 zu. Die Verwaltung wird beauftragt, die Umstrukturierung umzusetzen.

Die Nachfrage für Kinderbetreuungsplätze für die unter Dreijährigen (U3) ist rückläufig. Doch seien Betreuungsplätze für die über Dreijährigen (Ü3) weiterhin stark gefragt. Dies teilte die stellvertretende Fachbereichsleiterin Birgit Papendorf mit. Deshalb habe die Verwaltung ein Konzept ausgearbeitet, mit den vorhandenen Ressourcen die Warteliste im Ü3-Bereich zu reduzieren. Im Januar seien 29 Kinder auf der Warteliste Ü3 gestanden.

Demgemäß werde die Gruppenstruktur in der Krippe ab September 2026 angepasst. Die bisherige Struktur mit fünf Gruppen zu je zehn Kindern im Alter von ein bis drei Jahren werde geändert. Zukünftig würden zwei Gruppen für Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren eingerichtet, die jeweils 12 Kinder betreuen können. Zwei Gruppen für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren, die weiterhin mit zehn Kindern belegt würden. Diese Anpassung ermögliche es, eine Krippengruppe aufzulösen und das freigesetzte Personal für die Eröffnung einer zusätzlichen ü3-Gruppe in der Kita Schlossfeld zu nutzen. Die neue Gruppe könne bis zu 25 Kinder betreuen, wobei eine tägliche Betreuungszeit von sechs Stunden vorgesehen sei. Dadurch könnten in der Krippe künftig 44 Betreuungsplätze angeboten werden, was der Durchschnittsbelegung im Jahr 2025 entspräche. Gleichzeitig werde die Möglichkeit geschaffen, eine zusätzliche Gruppe in der Kita für den Ü3-Bereich im Familienzentrum im Schlossfeld zu eröffnen. Platz sei ausreichend vorhanden. Die Verwaltung sei zuversichtlich, dass durch diese Anpassung eine kontinuierliche und qualitativ hochwertige Betreuung der Kinder gewährleistet werde.

Einstimmig beschloss das Gremium zur Wiederbesetzung der Stelle Sprachförderung und Umwandlung in Stelle „Fachdienst Sprache“: Der Verwaltungsausschuss beschließt, zur nachhaltigen Weiterentwicklung der frühkindlichen Sprachbildung eine Stelle „Fachdienst Sprache“ mit einem Beschäftigungsausmaß von 50 Prozent zum frühestmöglichen Zeitpunkt einzurichten. Die Verwaltung wird beauftragt, die Stelle zeitnah, zunächst für den Förderzeitraum der Maßnahme durch das Land Baden-Württemberg auf drei Jahre befristet auszuschreiben. 

Birgit Papendorf betonte, die frühkindliche Sprachförderung nehme einen wichtigen Stellenwert in der Bildungslandschaft der Stadt Bönnigheim ein. Um die Sprachbildung und Sprachförderung in den städtischen Kindertageseinrichtungen nachhaltig zu stärken, werde diese mit einer qualifizierten Fachkraft besetzt, die speziell ausgebildet sei, um die pädagogischen Fachkräfte in den Kitas bedarfsorientiert zu beraten und zu begleiten. Ziel sei es, die Handlungskompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und die sprachliche Förderung der Kinder im Kita-Alltag weiter zu etablieren. Die Stadt habe Fördergelder des Landes beantragt und eine Zusage in Höhe von 98.400 Euro für den Zeitraum vom 1. September 2025 bis zum 31. August 2028 erhalten.

Die vollständigen Unterlagen zur Sitzung können auf ww.boennigheim.de im Ratsinformationssystem unter der Sitzung am 12. März 2026 abgerufen werden.

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  • Der Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung am 12. März 2026 folgende Themen beraten und beschlossen: