Die Entstehung des Portweins geht bis ins 17. Jahrhundert zurück, jedoch gebe es ohne die Engländer keinen Portwein, die als weltgrößter Konsument diese leicht süßen Weine bevorzugten.Der eigentliche
Die Entstehung des Portweins geht bis ins 17. Jahrhundert zurück, jedoch gebe es ohne die Engländer keinen Portwein, die als weltgrößter Konsument diese leicht süßen Weine bevorzugten.
Der eigentliche Portweinhandel begann 1750 in Vila Nova de Gaia.
Portugiesen und Engländer schlossen ein Handelsabkommen, Wein vom Douro gegen Fischrecht für Kabeljau. Durch die anhaltende Nachfrage nach Portwein entstand am Douro die historische Terrassen-Reblandschaft „Socalos“ mit Trockenmauern, die spektakulär anzusehen ist und 2001 UNESCO- Weltkulturerbe wurde.
Die Referenten berichteten ausführlich über verschiedene Ausbauarten, die Bewirtschaftung der Weinberge, sowie deren Rebsorten.
Portwein lässt sich in zwei Stilrichtungen aufteilen: die fruchtbetonten Ruby-Ports und die holzgereiften Tawny-Ports. Der Unterschied liegt vor allem im Ausbau. Ruby wird jung und fruchtbetont abgefüllt, Tawny hingegen reift über viele Jahre im Holzfass. Als Kostprobe aus der Ruby-Familie gabs einen Taylor's Select Reserve.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Ausführungen waren die Stilistik, Charakter, Lagerung und Reifung der Portweine, die bis 40 Jahre im Holzfass lagern.
Die berühmtesten Weinhäuser befinden sich heute fast alle in Gaia: Taylor's, Graham's, Sandeman, Cálem.
Zum Schluss wurde noch ein typischer Graham´s 20 Years Old Tawny verkostet.
Die Vorstände Ulrich Bauer und Manfred Schmälzle bedankten sich für den lebhaften und informativen Vortrag bei den Referenten und überreichten ein Weinpräsent.
Die Vorstände Ulrich Bauer und Manfred Schmälzle überreichen ein Weinpräsent
Die Mitglieder des Vereins, Ursula Körber und Rolf Teuteberg berichten bei der gut besuchten Veranstaltung von ihrer eindrucksvollen Reise nach Portugal, in die Region Porto.
Die Mitglieder des Vereins, Ursula Körber und Rolf Teuteberg berichten bei der gut besuchten Veranstaltung von ihrer eindrucksvollen Reise nach Portugal, in die Region Porto.
Gut besuchte Veranstaltung
Porto wird vom Fluss Douro in zwei Hälften geteilt, nördlich liegt Porto, südlich Vila Nova de Gaia. Zunächst zeigten sie die eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten der Stadt, die die traditionsreiche Geschichte Portugals widerspiegeln.
Vor mehr als 2000 Jahren brachten die Römer Wein nach Portugal und legten den Grundstein für die Weinkultur Portugals. Bereits im 13. Jahrhundert wurden die ersten Weingärten im Dourotal angelegt und der Vorgänger des Portweins, Vinho de Lamego, produziert.
Portwein ist ein süßer, kräftiger Likörwein, der ausschließlich aus dem Nordportugiesischen Douro-Tal stammt. Die Trauben dazu werden von Hand gelesen, sobald sie einen Zuckergehalt von 100-120° Öchsle aufweisen.
Zugelassen sind rund 48 Rebsorten, die auf kargen Schieferböden heranwachsen.
Das Geheimnis seiner Herstellung ist das sogenannte „Aufspriten“. Durch Zugabe von hochprozentigem, farblosem Traubenalkohol stirbt die Hefe ab und die Gärung wird vorzeitig gestoppt. Der unvergorene Zucker bleibt als Restsüße erhalten, wodurch der Portwein seinen hohen Alkoholgehalt von 19 bis 22 % vol. erhält.
Uschi Körber und Rolf Teuteberg berichten
Zum Auftakt servierten die beiden einen Portonic, einen White Port von Burmester, einem der traditionsreichsten Portweinhäuser Portugals, deren Familie deutsche Wurzeln hat.