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Gemeinsame Bekanntmachungen

Kröten, Frösche und Salamander wieder auf Wanderschaft

Erfasst von: Pellkofer, Torben (08.03.2021)

Tempolimits für eine sichere Amphibien-Hochzeitsreise
Landrat appelliert an Autofahrer: Fahren Sie vorsichtig zum Schutz von Tieren und Helfern


LUDWIGSBURGWoran bemerkt man, dass der Frühling naht? Kröten und Frösche sind jetzt wieder auf Hochzeitsreise! Von den steigenden Temperaturen aus der Winterstarre geweckt, machen sich die Amphibien auf den Weg von den Winterquartieren zu ihren Laichplätzen – eine gefährliche Wanderung, die auch über viel befahrene Straßen im Landkreis führt. Damit möglichst viele Tiere ihr Ziel erreichen, hat das Landratsamt ab sofort Tempolimits und Straßensperrungen angeordnet. Diese Maßnahmen ermöglichen nicht nur Kröten, Fröschen und Salamandern einen sicheren Weg in die Laichgewässer, sondern tragen auch wesentlich zur Sicherheit der ehrenamtlichen Helfer entlang der Strecken bei, die die Amphibien einsammeln und über die Straßen tragen.


Ein Warnschild mit dem Frosch ist dabei ein deutlicher Hinweis auf ein Wandergebiet der Tiere. Diese haben bei einer angepassten Geschwindigkeit aller Verkehrsteilnehmer wesentlich größere Überlebenschancen – vorausgesetzt, sie werden nicht direkt überfahren. „Bei einer Geschwindigkeit von mehr als 30 Kilometern pro Stunde entsteht eine extreme Sogwirkung, die bei den Tieren oft zu starken inneren Verletzungen und damit zum vermeidbaren Tod führt“, erklärt Landrat Dietmar Allgaier, der die Autofahrer in der betroffenen Zeit um Verständnis und Rücksichtnahme bittet. Aber auch die Radfahrer werden gebeten, vor allem in der Dämmerung und nachts vorsichtig zu sein und auf die Tiere Rücksicht zu nehmen. Neben den Kröten und Fröschen sind im Landkreis auch viele Feuersalamander auf Wanderschaft. So gibt es im Strudelbachtal ein landesweit bedeutendes Feuersalamander- Vorkommen. Aus diesem Grund ist vor allem auch in diesem Bereich die Sperrung der K 1688 notwendig. Mit speziellen Feuersalamander-Schildern wird auf diese Wanderstellen hingewiesen.


Die angeordneten Tempobeschränkungen gelten während der Winterzeit zwischen 18 und 5 Uhr und während der Sommerzeit zwischen 20 und 5 Uhr. Um den Limits Nachdruck zu verleihen, werden die Radarmesswagen des Landratsamtes wieder schwerpunktmäßig dort eingesetzt, wo es Verkehrsbeschränkungen zum Schutz der Amphibien und Helfer gibt. In diesem Zusammenhang weist das Landratsamt darauf hin, dass auch nderweitige Verkehrsverstöße, beispielsweise das Ignorieren von Sperrungen, geahndet werden. Die verkehrsrechtlichen Einschränkungen gelten nur in den Abend- und Nachtstunden der Tage, an denen auf Grund der Wetterbedingungen mit Wanderungen gerechnet werden muss. Die Wanderzeit der Amphibien ist von Art zu Art unterschiedlich und dauert je nach Witterung bis Ende April oder Anfang Mai, bei den seltenen Feuersalamandern bis Ende Mai. 

 

Zum Schutz der Amphibien gibt es in folgenden Gemeinden und Städten in den Abend- und Nachtstunden an den Amphibienwanderstellen Vollsperrungen für den Verkehr:

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- Bönnigheim/Kirchheim: Vollsperrung des Feldweges von Kirchheim a.N., Tennisheim in Rich-tung der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hofen und Hohenstein, die Gemein-deverbindungsstraße sowie zwischen Hofen und Kirchheim a.N., in Hohenstein ab dem Feldweg Schlossgartenstraße in Richtung Hofen sowie im Bereich Kirchheimer Weg aus Richtung Kirchheim, Laiernstraße, die in den Kirchheimer Weg übergeht auf Höhe der Querung der Wege Gewände und Seeäcker zwischen 19 und 7 Uhr.

- Kreisgrenze Ludwigsburg – Cleebronn: Auf Anordnung des Landratsamtes Heil-bronn Vollsperrung der K 2069 in der Zeit von 19 Uhr bis 6 Uhr. Eine Umleitung ist über Bönnigheim ausgeschildert.
Geschwindigkeitsbeschränkungen, Warnschilder und weitere verkehrsregelnde Maßnahmen zum Amphibienschutz gibt es darüber hinaus auf den Gemarkungen von Benningen, Ditzin-gen, Großbottwar, Hemmingen, Kleiningersheim, Hessigheim, Sachsenheim, Schwieberdin-gen, Steinheim und Vaihingen an der Enz.

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Bisher noch nicht bekannte Amphibienwanderwege und -vorkommen können der unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Ludwigsburg gemeldet werden unter der Telefon-nummer 07141 144-42689, der Faxnummer 07141 144-59922 oder per E-Mail an: umwelt@landkreis-ludwigsburg.de.