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Der designierte SPD-Kandidat für die Landtagswahl 2021 Daniel Haas startet seinen Wahlkampf und wirbt bei der SPD um Unterstützung

Erfasst von: Joos, Andrea (07.09.2020)

Daniel Haas lud die Mitglieder der SPD-Ortsvereine im Wahlkreis Bietigheim-Bissignen nach Freiberg ein. Haas präsentierte seine inhaltlichen Ziele für den Landtag, seine designierte  Zweitkandidatin Ute Rößner sowie sein Wahlkampfteam den Mitgliedern und Interessierten.

 

Trotz der sommerlichen Temperaturen und der beginnenden Urlaubszeit Anfang August fanden viele Interessierte und Genossen im Wahlkreis Bietigheim-Bissingen den Weg nach Freiberg, um die Präsentation des designierten Landtagskandidaten der SPD Daniel Haas zu verfolgen. Drei Kernthemen stellte Haas den Zuhörern vor: die innere Sicherheit, Familie und Schule sowie die Wirtschaft. Seine Kernfrage bei der Auswahl dieser Themen lautete: welche Sorgen bewegen die Menschen im Wahlkreis?

 

Die Krawalle in Stuttgart hätten die Sorge vor einer zunehmenden Gewaltbereitschaft im Rahmen der Coronakrise auf den Tisch gebracht. Im Bereich der „inneren Sicherheit“ kann Haas auf eigene Erfahrungen als langjähriges Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Pleidelsheim zurückgreifen. Zudem hat sich Haas in den letzten Wochen mit Vertretern der Polizei getroffen und sich so ein Bild der Lage verschafft. Die Sorgen und Nöte der Einsatzkräfte müssten gehört und ernst genommen werden. Wichtig sei es demnach, nicht nur der dünnen Personaldecke von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften entgegenzuwirken, sondern auch die entsprechende Ausrüstung und Aus- und Weiterbildung für erfolgreiche Einsätze bereitzustellen. Dafür werde sich Haas auch zukünftig stark einsetzen. Doch alle materielle und personelle Ausrüstung helfe nichts, wenn man nicht präventiv für eine soziale Integration und Chancengleichheit sorge. Dabei gelte es, die soziale Arbeit zu unterstützen. Diese sei das beste Mittel gegen Gewalt und Rechtsextremismus, bemerkte Haas.

 

Eine weitere Sorge vor allem der jungen Familien laute, wie die Zukunft ihrer Kinder aussehen solle. Diese Frage stelle sich nicht nur generell vor dem Hintergrund der Chancengleichheit, sondern auch im Hinblick auf den überteuerten Immobilienmarkt und die Coronakrise. Bereits als Vorsitzender der SPD Pleidelsheim hat Haas bewiesen, wie zentral für ihn das Thema Familie und Bildung ist. Die Abschaffung der Kita-Gebühren hat seine Fraktion in Pleidelsheim beantragt, um auf die dadurch bedingte ungleichen Chancenverteilung bereits im Kleinkindalter hinzuweisen. Der Bildungsweg muss gebührenfrei ab der Kita bis zum Studium und Ausbildung für alle Kinder im Land sein, dass sorgt für Chancengleichheit bei der Bildung und entlastet zudem auch die Eltern auf finanzieller Ebene.

 

Als nächsten Punkt sprach Haas die digitale Infrastruktur der Schulen an: „Corona hat den Finger in die Wunde der Bildungspolitik von Frau Eisenmann gelegt“. Es sei verpasst worden, sich rechtzeitig um eine digitale Infrastruktur zu kümmern. Das sei unabhängig von Corona schon lange auf dem Plan gewesen. Nun helfe es den Schülern, Eltern und Lehrern auch nicht weiter, wenn Frau Eisenmann öffentlichkeitswirksam „den Stöpsel“ von Glasfaserkabeln in Prestige-Schulen wie dem FSG in Marbach anschließe und zugleich viele andere Schulen noch immer kein Anschluss besäßen. „Corona hat das Auseinanderdriften der Bildungschancen verschärft“, so Haas. Nun gehe es darum, daraus für die Zukunft zu lernen und möglichst schnell zu handeln.

 

Der überteuerte Immobilienmarkt sei nicht nur für junge Familien, sondern auch für die ältere Generation ein Problem. Beides hänge miteinander zusammen, denn wenn sich ältere Menschen keine altersgerechte Wohnung leisten können oder einen bezahlbaren Platz im Seniorenheim oder im betreuten Wohnen, dann hat das auch Folgen für jüngere Familien. Hier muss das Land eingreifen, notfalls selbst Wohnraum aufkaufen oder schaffen und diesen sozial verträglich zur Verfügung stellen. Nur auf diese Weise lässt sich die Doppelbelastung für jüngere Familien in den Griff bekommen.

 

Familien müssen demnach auch dazu in der Lage sein, ihre teure Immobilie abzuzahlen. Dafür sei es wichtig, den Automobilstandort BaWü zu unterstützen. Auch wenn die Zukunft in der grünen Technologie liege, sei es doch wichtig, diese Technologie behutsam einzuführen und bezahlbar für die Menschen zu gestalten.

 

Zuletzt stellte Haas noch sein Wahlkampfteam vor. Die Marbacherin Ute Rößner präsentierte sich den Zuhörern als engagierte Zweitkandidatin. Im weiteren Team: Rocco També (SPD Pleidelsheim), Florian Wanitschek (SPD Kornwestheim), Nikolai Häußermann (SPD Marbach) und die Studentin für Markenkommunikation Lena Haas. Zuletzt diskutierte man in der Runde die Themen Chancengleichheit in der Bildung, das Verhältnis zum Thema Umwelt sowie die Möglichkeiten, einen sozial verträglichen Wohnraum zu schaffen. Die anwesenden Mitglieder befürworteten die drei Kernthemen und Ziele von Haas. Trotz möglicher Coronabeschränkungen blickte Haas am Ende optimistisch auf den kommenden Wahlkampf: „Ich möchte in den Landtag, um sozialdemokratische Politik gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg umzusetzen“.