Startseite> Aus dem Rathaus (Bönnigheim)> Bönnigheim unterm Hakenkreuz

Aus dem Rathaus (Bönnigheim)

Bönnigheim unterm Hakenkreuz

Erfasst von: Joos, Andrea (09.03.2020)

 

Vortrag von Kurt Sartorius, Historische Gesellschaft Bönnigheim e.V.
in Kooperation mit der Stadt Bönnigheim
am 7. April 2020, 19.00 Uhr in der Aula des Alfred-Amann-Gymnasiums, Schulzentrum, Gebäude IV

 

Am 7. April sind es 75 Jahre, dass Bönnigheim den schwärzesten Tag seiner Geschichte erlebte: die Zerstörung des Stadtkernes beim Einmarsch der französischen Armee.

Kurt Sartorius berichtet  über die schrecklichen Ereignisse und das Leben in Bönnigheim zwischen den Jahren 1933 und 1945. Bis in die kleinsten Städte wirkte sich die Nazi-Diktatur aus. Wenn es auch zunächst nach der Weltwirtschaftskrise aufwärts ging, zeigten die Nazis bald ihr Gesicht. Der unliebsame Bürgermeister wurde abgesetzt und ein linientreuer übernahm seinen Posten. Der Gemeinderat durfte nur noch zustimmen. Vereine wurden aufgelöst und alle Organisationen gleichgeschaltet. Das „3. Reich“ endete in einer Katastrophe.  Als es dann zum 2. Weltkrieg kam, wurden viele Bönnigheimer Opfer. Da der Bürgermeister am Kriegsende die Verteidigung Bönnigheims befohlen hatte, beschoss französische Artillerie die Stadt, nach der Besetzung aber die deutsche Artillerie. 13 Einwohner kamen ums Leben, etwa 50 Gebäude brannten ab. Auch sehr persönliche Erlebnisse erschüttern. In einem französischen Film sind Szenen des brennenden Bönnigheims zu sehen.