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ARCHIV: Aus dem Rathaus (Bönnigheim)

Gedenkfeier zum Volkstrauertag 2019

Erfasst von: Zimmermann, Claudia (04.11.2019)

Mehr als 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkrieges und 80 Jahre nach Anfang des Zweiten Weltkrieges fällt es vielen Menschen – insbesondere den jüngeren – schwer, die Bedeutung, die der Volkstrauertag für die Kriegs- und Nachkriegsgeneration hatte, zu begreifen oder gar zu teilen. Ist der Volkstrauertag deshalb bald ein Gedenktag ohne Volk?

Zwei Wochen vor dem ersten Advent begehen wir den Volkstrauertag. Seit 1952 als staatlicher Feiertag begangen, wurde er erstmals nach dem Ersten Weltkrieg eingeführt, um der gefallenen Soldaten zu gedenken.

Am Volkstrauertag richten wir unseren Blick auf die Opfer von Krieg und Gewalt. Der Volkstrauertag bietet somit einen guten Anlass, sich die Meilensteine der Geschichte ins Gedächtnis zu rufen und darüber nachzudenken, in welchem Zusammenhang diese Ereignisse stehen und auf welche Weise sie unser Leben bis heute bestimmen. Der Bundespräsident erinnert in einem öffentlichen Gedenken an die Opfer von Gewalt und Krieg aller Völker und Nationen und an alle Menschen, die durch Terrorismus, politische Verfolgung oder Hass und Gewalt starben. Die zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag findet jeweils im Deutschen Bundestag statt. Angelehnt an die Form der zentralen Gedenkstunde werden in allen Bundesländern und den meisten Städten und Gemeinden ebenfalls Gedenkstunden mit Kranzniederlegungen durchgeführt. Manche zweifeln an dem Sinn dieses Tages und fragen: Kann man Gedenken und Trauern verordnen? Zumal für manche noch der Name "Heldengedenktag" mitschwingt, den die Nationalsozialisten diesem Tag gaben.

Es ist auf den ersten Blick eine nahezu paradox anmutende Erkenntnis: Die Mahnmale des Krieges erinnern nicht nur an die Erbarmungslosigkeit der Kämpfe und die Willkür der Besetzung, sie werden längst auch als Fundamente der Versöhnung betrachtet. Das gilt insbesondere für das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich. Die gelungene Aussöhnung der beiden einstigen Erbfeinde ebnete Deutschland den Weg zurück in die Völkergemeinschaft und gilt als Modell für ganz Europa. Die Erinnerung an die beiden Weltkriege ist fester Bestandteil der europäischen Identität.

An diesem Volkstrauertag wollen wir deshalb daran erinnern, dass es unsere Pflicht und Aufgabe ist, zukünftigen Generationen das Aufwachsen in einem friedvollen und geeinten Europa zu ermöglichen.

Lassen Sie uns das gemeinsam tun in der zentralen öffentlichen Feierstunde am
 

Sonntag, 17. November 2019 um 11.30 Uhr

am Ehrenmal an der Cyriakuskirche in Bönnigheim.


Hierzu sind Sie herzlich eingeladen.
 

Ablauf:

 

 

Musikstück   

Bläserensemble Musikschule

Begrüßung    

Bürgermeister Dautel

 

Musikstück     

Bläserensemble Musikschule

Ansprache     

Gregor Schäfer, Ortsbeauftragter des Volksbundes Deutscher   Kriegsgräberfürsorge

 

Totengedenken   und Kranzniederlegung

Bürgermeister Dautel und ein Vertreter des Sozialverbandes VdK

 

Verabschiedung   

Bürgermeister Dautel