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ARCHIV: Stadt Bönnigheim

Nachruf zum Tod von Adolf Hanickel

Erfasst von: Goldmann, Martina (08.04.2019)

Am vergangenen Samstag mussten wir bei der Trauerfeier in der Cyriakuskirche Abschied nehmen von unserem Mitbürger Adolf Hanickel, der im Alter von 80 Jahren verstorben ist.

Die Nachricht von seinem Tod hat sich in Bönnigheim schnell verbreitet. Nun wird er nicht mehr in der Kirchstraße im oder am Friseurgeschäft stehen und ein Schwätzle mit den Vorbeikommenden halten. Und es sind viele vorbei gekommen, denen er gewunken und mit denen er geredet hat. Viele, die ihn gekannt, geschätzt und gemocht haben.

Mit Adolf Hanickel verlieren wir einen Menschen, der sich in uneigennütziger und vorbildlicher Weise für die Stadt Bönnigheim und ihre Einwohnerinnen und Einwohner eingesetzt und sich damit bleibende Verdienste erworben hat. Wir alle haben seine Arbeit und sein Engagement geschätzt und geachtet, besonders fehlen werden uns vor allem sein Mitmenschlichkeit und sein sympathisches Wesen, seine Hilfsbereitschaft und seine Zuverlässigkeit.

Adolf Hanickel hat sich schon in jungen Jahren ehrenamtlich für die Allgemeinheit eingebracht. Engstens verbunden war er mit seiner Feuerwehr. Von 1964 bis 1995 und damit über 30 Jahre war er aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Bönnigheim. Von 1980 bis 1995 war er deren Kommandant, ein Amt mit hoher Verantwortung für die Mitglieder der Feuerwehr aber auch für die Sicherheit der Bürgerschaft. In seine Kommandantenzeit fielen viele Entscheidungen, die auch heute noch in der Feuerwehr sichtbar sind. So war er 1976 Mitinitiator zur Gründung der Altersabteilung. Ebenso fiel in diese Zeit die Gründung der Jugendfeuerwehr, die ihm persönlich immer viel Freude gemacht hat.

Der Neubau des Feuerwehrhauses in Hofen Ende der 80iger Jahre, der Umbau des Bönnigheimer Feuerwehrhauses im Jahr 1986 und der Neubau des Feuerwehrhauses in Hohenstein im Jahr 1994 wurden ebenfalls in seiner Amtszeit durchgeführt. Neben der Verantwortung als Kommandant war ihm die Kameradschaft untereinander immer wichtig, was oft in einer Nachsitzung im Hause Hanickel bis spät in die Nacht endete.

Bei seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst 1995 wurde Adolf Hanickel zum Ehrenkommandanten ernannt.

Auch überörtlich hat er sich für die Belange der Feuerwehr engagiert. Von 1980 bis 1995 war er Mitglied im Kreisfeuerwehrausschuss und anschließend dessen Ehrenmitglied.

Auch über die Feuerwehr hinaus setzte sich der Verstorbene für die Stadt Bönnigheim ein. Von 1980 bis zum Jahr 2004 war er Mitglied im Bönnigheimer Gemeinderat und wurde dabei immer mit einer hohen Stimmenzahl gewählt. So war er dann auch ab 1994 für 20 Jahre zweiter stellvertretender Bürgermeister im Gemeinderat. Er hat sich dabei auch in den Ausschüssen und im Stiftungsrat der Bürgerstiftung mit seinem Wissen eingebracht.

Besonders ist hier zu nennen die Tätigkeit und Mitarbeit im Partnerschaftsausschuss. Während seiner ganzen Tätigkeit waren ihm die Städtepartnerschaften mit Rouffach, Neukirch und Balatonboglar ein wichtiges Herzensanliegen und er hat sich mit Leib und Seele eingebracht. So hat er Städtepartnerschaft gelebt und Beziehungen aufgebaut. Auf diese Weise fanden im Hause Hanickel immer wieder Begegnungen und Kontakte statt, aus denen sich viele Freundschaften entwickelten. Seine Familie war ihm immer wichtig und so wurde auch bei spontanen Übernachtungen von Gästen aus den Partnerstädten die ganze Familie immer mit einbezogen und gefordert. Geselligkeit und Gastfreundschaft waren für ihn unabdingbar.

Sein Beruf und der Kontakt mit vielen Menschen hat ihm immer die Beschäftigung mit den Themen in der Stadt leicht gemacht. Bei allem, was er tat, konnte er auf die Unterstützung seiner Familie zählen. Dieser Zusammenhalt hat ihm bis zuletzt Kraft und Geborgenheit gegeben.

Für seine kommunalpolitischen Verdienste wurde Adolf Hanickel im Jahr 2000 die silberne Ehrennadel des Gemeindetags Baden-Württemberg verliehen. Im Jahr 2004 wurde er für sein Engagement mit der Bürgermedaille der Stadt Bönnigheim ausgezeichnet.

Sich selbst hat Adolf Hanickel, bei dem was er tat, nie in den Vordergrund gestellt. Er war eher für die leisen Töne zu haben. Dabei war er einer, der immer da war wenn man ihn brauchte.

So sind auch die hervorragenden Wahlergebnisse zu sehen, mit dem ihn die Bürgerschaft bei den Gemeinderatswahlen bestätigt hat. Die Reihe seiner Tätigkeiten und Auszeichnungen zeigt, welch große Wertschätzung er erfahren hat.

Adolf Hanickel ist von uns gegangen. Er hinterlässt viele Spuren, in denen sein Leben und sein Wirken weiterleben wird. Wir werden Adolf Hanickel nicht vergessen und ihm in Dankbarkeit ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Albrecht Dautel, Bürgermeister