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Zabergäuverein

Tatort Bönnigheim und der rekordverdächtige Schultes-Mord

Erfasst von: El-Kothany, Helga (06.01.2019)

Unterhaltsam und informativ ist  der diesjährige Vortrag von Ann Marie Ackermann und dem Moritatensänger Ulrich Staudenmaier bei der jährlich am 27. Dezember stattfindenden  Geburtstagsfeier des Zabergäuvereins.
Die in Bönnigheim lebende Staatsanwältin aus den USA hat drei Jahre lang den  Meuchelmord 1835 am ehemaligen Stadtschultheiß Rieber recherchiert, der zu überraschenden Erkenntnissen und einem Bucherfolg führt.
„Dieser Fall hat auf mich gewartet“, kommentiert die Referentin den Mord, begangen in Bönnigheim, aufgeklärt in Amerika. Als US-Bürgerin und fit in zwei Sprachen konnte sie auf beiden Seiten des Atlantiks ihre Nachforschungen anstellen.
Der Stettener Gottlob Rüb erschießt den Schultes und flüchtet nach Amerika.
Im Krieg mit Mexiko wird er zum Lebensretter des späteren Generals Robert E. Lee, zu dessen Füßen er stirbt. Beeindruckt schreibt Lee einen Brief darüber an seinen Sohn. Und da Lee „für die USA so bedeutend ist wie für Deutschland Goethe oder Schiller“, erhält Ann Marie Ackermann den Vertrag für ein Buch. 
Ein ausgewanderter Bönnigheimer erzählt Jahrzehnte später in Washington von dem Mord an Rieber im Beisein eines weiteren Bönnigheimers, Friedrich Rupp: „Ich weiß, wer das war.“ Endlich wird  der Fall von der Heilbronner Staatsanwaltschaft gelöst.
Zudem gelöst wird die Anfrage Rupps nach den 200 Gulden Belohnung, die er nie erhalten hat und die die Autorin mit Alt-Bürgermeister Kornelius Bamberger seinen Nachfahren überbringt. Mit der Übergabe hat Bönnigheim  einen Weltrekord gebrochen, dessen Anerkennung vom Guinness-Buch der Rekorde jedoch noch aussteht. el

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