Mehr als eine
Schnapsidee!

Museum im Steinhaus
Schwäbisches Schnapsmuseum

Hochprozentig und einzigartig

Die Kulturgeschichte des Alkohols

Tipp: Urige Schnapsprobe

 

Mit der größten alkoholgeschichtlichen Sammlung Deutschlands ist hier die Kulturgeschichte der süddeutschen Kleinbrennerei dargestellt. Zur humorvollen Schnaps- und Likörverkostung kommen Leute, die gern lachen.

Anfang war der (destillierte) Alkohol …
Anfang war der (destillierte) Alkohol …

Die Kulturgeschichte des Alkohols ist im Schwäbischen Schnapsmuseum in verschiedenen Themenbereichen dargestellt. Am Anfang war der destillierte Alkohol kostbare Medizin und wurde als aqua vitae, als Wasser des Lebens, vor allem von Frauen hergestellt. So gilt ein Destilliergerät aus Konstanz in Frauenform als ältester Alkoholbeleg in Deutschland. Erst die Entwicklung wirkungsvollerer Destilliergeräte gestattete die wirtschaftliche und damit preiswerte Herstellung des gebrannten Weines, der nun als Genußmittel Furore machte. Im 15. Jahrhundert setzen deshalb auch die ersten Vorhaltungen gegen das "geprannte Wasser" ein.

Steuererhebungen für die Schnapsbrennerei sollten die Sucht eindämmen, waren aber gleichzeitig eine willkommene Geldquelle des Staates. Die Kulturgeschichte des Alkohols ist im Schwäbsichen Schnapsmuseum in verschiedenen Themenbereichen dargestellt. Ein ausführlicher Raum ist der Entwicklung der Destillationstechnik gewidmet.

Seit der Erfindung eines funktionsfähigen Alkoholdestillationsgerätes, deren ältester Nachweis aus dem 11. Jahrhundert aus Salerno in Italien stammt, haben sich die Geräte bis heute kontinuierlich weiterentwickelt. Der älteste Alkoholdestillationsbeleg Deutschlands, ein Rosenhut in Frauenform aus Konstanz von 1250, ist unter dem Thema "Heilung durch Wasserbrennerinnen" zu sehen. Weise Frauen, Hebammen und Wasserbrennerinnen, die Arzneien durch Destillation herstellten und einen reichen Erfahrungsschatz in volksmedizinischen Heilmethoden besaßen, wurden in der Neuzeit von der Standesorganisation der Ärzte und Apotheker in ihrer Tätigkeit eingeschränkt. Man verunglimpfte die beliebten Heilerinnen als Kurpfuscherinnen oder verbrannte sie als Hexen, weil sie eine starke Konkurrenz darstellten. So wurden die Frauen aus dem Handwerk des Destillierens und bis ins 20. Jahrhundert aus anerkannten Heilberufen verdrängt.

 

"Unter den Augen des Gesetzes" - heißt der Titel einer Abteilung, die sich mit dem Steuerrecht beschäftigt. Die Stationen der Branntweinsteuer-Gesetzgebung zeigen, daß der Staat schon lange den Schnaps als Geldquelle erkannt hatte. In Württemberg erhob die Obrigkeit 1695 eine Schankabgabe. Damals war das Land von 1688 - 1697 im Krieg mit Frankreich schwer verwüstet und in große Finanznot gekommen. 1871 erhielten Bayern, Württemberg und Baden bei der Gründung des Deutschen Reiches Reservatrecht zur Beibehaltung ihrer eigenen Besteuerung. Dieser Entscheidung haben die süddeutschen Kleinbrennereien ihre Existenz zu verdanken, mit verblüffender Aktualität im EG-Binnenmarkt. 24.000 Kleinbrennereien gibt es noch heute in Baden-Württemberg.  Ein Thema ist mit "Aus Obst wird Alkohol" überschrieben. Hier sind die Grundlagen dargestellt, illustriert durch Graphiken und Abbildungen.

 

Die Brennereitechnik ist durch alte Brenngeräte mit Stangen- und Schlangenkühler, mit Maischeabscheider und Verstärkereinrichtungen dargestellt und wird weiter ergänzt. Bei der Alkoholometrie kann der Besucher in der Schüttelprobe den unterschiedlichen Alkoholgehalt an der Blasenbildung erkennen. Eine fleischwolfähnliche Tresterkäspresse zeigt die Resteverwertung in der Brennerei. Eine eigene Abteilung "Geheimbrennerei - Schwarzbrennerei" zeigt die Bestrebungen, die Abgaben der Alkoholsteuern zu umgehen. In der Kriegs- und Nachkriegszeit war der Schnaps ein begehrtes Schwarzmarktmittel. Geheimbrennereien aus jener Zeit zeigen den Erfindungsreichtum, wobei auch Abfallprodukte des Krieges verwendet wurden. Die Aktualität der geheimen Schnapsproduktion zeigen jüngst beschlagnahmte Geräte, die zum Beispiel aus Strafvollzugsanstalten stammen. Besonders empfehlungswert ist eine Schnapsprobe mit rustikalem Vesper sowie eine Stadtführung durch die historische Ganerbenstadt Bönnigheim.

 

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weitere INFORMATIONEN zum SCHWÄBISCHEN SCHNAPSMUSEUM finden Sie auf der

Museums-Homepage

 

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Sonderausstellungen

SONDERAUSSTELLUNG  2016

 

"Filterkaffee adieu ! 

Kaffeekultur im Unterland - damals und heute"

 

24. April  bis 2. Oktober 2016,  sonntags 14 -17 Uhr

 

 Kaffee

 kleiner, spiritus beheizter Kaffeeröstofen

 

 Bereits 1749 wird im Gasthaus Krone Kaffeegenuss erwähnt. Sophie La Roche, welche um 1770 im Schloss wohnte, beschreibt ein Kaffeekränzchen. Viele Gegenstände wie Röstofen, Kaffeemühlen, Kaffeeservice und Kaffeedosen zeigen die Entwicklung bis zur heutigen Kaffeekultur. 

 


 

 

 

Fotoalben zu den  vergangenen Sonderausstellungen

finden Sie in den Webalben des Museums.

 

  

für Bönnigheimer Homepage unter Schnapsmuseum

 

2007:  "Mythos Geburt"

2008:  Weggschmissa wird nex - flicken, reaparieren, umnutzen"

2009:  Nur Küsse schmecken besser - Alkoholwerbung"

2010:  Giftmorde im Steinhaus - Rezepte der Agatha Christie"

 

 

 

Destillationsgeschichte

 

6.11.2011:  Eröffnung der Abteilung "Destillationsgeschichte"

 

 

 

 

13.05.2012 Eröffnung der Ausstellung "Alles elektrisch - 100 Jahre Strom"

 

 

 

für Touristik Museen

 

24.11.2013 Eröffnung der Ausstellung "Hammer-Brennerei" Heilbronn

 

 

 

 

Ausstellung 2014 Wasser marsch

 

27.04.2014 Eröffnung der Ausstellung "Wasser marsch - 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Bönnigheim"

 

 

 

Logo Schnapsmuseum
Weitere Informationen

Schwäbisches Schnapsmuseum Meiereihof 7

74357 Bönnigheim Telefon/Fax: (07143) 22563

 

Geöffnet:

Mai-Okt. jeden 1. Sonntag  von
14-16 Uhr

und auf Anfrage.

 

Gruppen ganzjährig nach Vereinbarung.

 

Eintritt:

2.00 EUR inkl. Schnapsglas

 

Preise f. Gruppen bzw. Führungen auf Anfrage

Flyer zum Herunterladen