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Kontakt:

Historische Gesellschaft Bönnigheim

  • Kurt Sartorius
    (1. Vorsitzender), Keplerstr. 3,
    74357 Bönnigheim,
    Tel. 07143/22563
  • Markus Stahl
    (2. Vorsitzende),
    Tel. 07143/871793
  • Monika Lemke (Kassiererin),
    Tel. 07143/4910
  • Peter Schoenen (Pressewart),
    Tel. 07143/25448

Historische Gesellschaft

 


Historie:

Die Historische Gesellschaft Bönnigheim e. V. (HGB) wurde am 30. September 1977 von 30 Mitgliedern gegründet. Heute hat der Verein bereits über 260 Mitglieder und ist der älteste und größte örtlich tätige historische Verein im Kreis Ludwigsburg.

 

Ziele:

Vorrangige Aufgabe des Vereins ist die Erforschung der Geschichte der Stadt Bönnigheim und seiner Stadtteile Hofen und Hohenstein. Durch verschiedene Veranstaltungen sollen bei den Bürgern das Verständnis und die Anteilnahme für die Geschichte ihrer Heimat und die Bedeutung des Stadtbildes geweckt und gefördert werden.

 

 

Veranstaltungen:

Diesem Zweck dienen Exkursionen,Vorträge, Führungen, Ausstellungen und besonders die Einrichtung und Betreibung des "Schwäbischen Schnapsmuseums" und der "Arzney-Küche" sowie die jährlich herausgegebenen "Ganerbenblätter", die sich in unterschiedlichen Themen mit der Stadtgeschichte beschäftigen und einen Jahresrückblick beinhalten.

Das 1993 eröffnete "Schwäbische Schnapsmuseum", das bereits heute über 50.000 Besucher zählen konnte, ist dabei ein Publikumsmagnet ersten Ranges und weit über die Grenzen Bönnigheims bekannt. Es bildet eine Abteilung des geplanten "Museums im Steinhaus", das später noch die Abteilungen Stadtgeschichte sowie Brauch und Aberglauben umfassen soll.

 

 

Beachten Sie auch den Verweis auf "Museen" links in der Navigationsspalte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiterer Schwerpunkt des Vereins ist die Erforschung des Brauchs der Nachgeburtsbestattung, der erstmals in Bönnigheim nachgewiesen wurde und inzwischen als weltweiter Brauch wissenschaftlich dokumentiert und anerkannt ist.

 

 

 

 

Einzelbilder zur Ausstellung "Mythos Geburt" finden Sie unter http://www.schwaebisches-schnapsmuseum.de/inhalt/mythos.htm. 

 

 

 

 

 

Jährliche Sonderausstellungen zu unterschiedlichen Spezialthemen präsentieren ausgesuchte Exponate aus der umfangreichen Sammlung des Vereins, die inzwischen weit über 20.000 archivierte Gegenstände umfasst.

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeitskreis:

Ein Arbeitskreis von aktiven Mitgliedern trifft sich wöchentlich, um neue Sammlungsgegenstände zu reinigen und zu inventarisieren. Inzwischen hat auch hierbei moderne Computertechnik Einzug gehalten. Dieser Kreis führt die Sonderaustellungen durch und ist aktiv bei vielen Stadtfesten und bei ausserörtlichen Museumspräsentationen beteiligt.

 

 

 

Jahresprogramm:

Entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Veranstaltungs- bzw. Kulturkalender.

 

 

 

 

Ausblick:

Um um auch in Zukunft die Kontinuität der Vereinsarbeit und die anstehenden Aufgaben durchführen und bewältigen zu können, brauchen wir viele aktive Mitstreiter.

Deshalb unser Aufruf an alle Bürger, die an historischen Themen interessiert sind:

Kommen Sie zu uns und erforschen und gestalten Sie aktiv die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunft unserer Stadt und unserer Heimat! - Es lohnt sich!

 

 

 


 


 

"Damit´s Kind g´sund bleibt"

-Tabu Nachgeburtsbestattung-

Kolloquiumsbericht

 

Neue Forschungsthemen stoßen häufig auf Skepsis, so auch im Fall "Nachgeburts- bestattung".

 

Als wir 1984 in Bönnigheim (Lkr. Ludwigsburg, BW) zum ersten Mal im Keller vergrabene Töpfe gefunden und diese mit dem Brauch der Nachgeburtsbestattung in Verbindung brachten, löste dies mitunter nur ein mitleidiges Lächeln aus. Ein vergleichbarer Fund war unbekannt. Zwischenzeitlich liegen Funde aus ganz Deutschland vor. Es lässt sich vermuten, dass wir mit der Nachgeburtsbestattung einem Urbrauch der Menschheit auf die Spur gekommen sind.

 

Das Kolloquium am 12. und 13. September 1997 in Bönnigheim beleuchtete das ãTabu Nachgeburtsbestattung“ aus vielerlei Richtungen. Die Vorträge werden in diesem Band veröffentlicht.

 

 

 

Einleitung

 

Es sind jetzt 20 Jahren her, dass wir im Keller vergrabene Töpfe mit dem Brauch der Nachgeburtsbestattung in Verbindung brachten. Im Januar 1984 untersuchten wir in Bönnigheim das Gebäude Michaelsbergstraße 17/19, das abgebrochen werden sollte. Zufällig stießen wir dabei auf vergrabene Töpfe im Kellerboden. Und zufällig hatte ich kurz vorher im Buch "Volkstümliche Überlieferungen in Württemberg" von Karl Bohnenberger (1904, Reprint 1963) vom Brauch der Nachgeburtsbestattung im Keller gelesen. Deshalb brachte ich die Töpfe mit diesem Brauch in Verbindung. Anfragen bei den entsprechenden Fachbehörden zeigten, dass in Deutschland kein vergleichbarer Fund bekannt war. Die Ausgrabung des Kellers brachte 50 Töpfe ans Tageslicht. Funde in weiteren Kellern folgten. Seitdem wir den Fund und unsere Interpretation bekannt gemacht haben, werden in ganz Deutschland solche Töpfe gefunden. Erst völkerkundliche Vergleiche erhellten den Hintergrund. In der Plazenta wird ein geistiges Wesen vermutet, das eine Verbindung zum Kind hat. Wird dieses Wesen schlecht behandelt, rächt es sich am Kind. Dieses wird krank und stirbt. Deshalb war das sorgfältige Bestatten, das Zurückgeben an die Mutter Erde, eine wesentliche Voraussetzung für das Gedeihen des Kindes. Dieser Hintergrund lässt sich heute weltweit belegen. Der Nachweis von Hämoglobin und Östrogenen im Topfinhalt brachte eine eindrucksvolle Bestätigung unserer Hypothese.

 

Wie ist es möglich, dass ein allgemeiner Brauch völlig verschwindet und vergessen wird, so dass auch die Wissenschaft kaum etwas davon weiß? Das lässt sich wohl nur mit einem Tabu erklären, das in unserer Gesellschaft Themen um die Geburt umgab.

 

Vor bereits 5500 Jahren belegt eine Nachricht aus Ägypten die besondere Behandlung der Nachgeburt. Weitere Belege werden 200 v. Chr. in China, 800 n. Chr. im Talmud, dem jüdischen Gesetzeswerk, aufgeführt. Die jüngste Erwähnung in Deutschland stammt von 1964 aus dem Schwarzwald. Quer durch alle Zeiten und Völker lässt sich die Nachgeburtsbestattung verfolgen. Selbst der Philosoph Peter Sloterdijk bezeichnet die Nachgeburt 1998 in seinem Buch "Sphären I" als Urbegleiter. Deshalb lässt sich vermuten, dass wir mit der Nachgeburtsbestattung einem Urbrauch der Menschheit auf die Spur gekommen sind.

Das Kolloquium beleuchtete das "Tabu Nachgeburtsbestattung" aus vielerlei Richtungen. Das geht von der Volkskunde über die Völkerkunde, Archäologie, Theologie, Biologie, Chemie bis zur Anthropologie.

 

Kurt Sartorius

 

Inhalt:

  • Barbara Otto M.A., Dusslingen: Die Nachgeburt: Eine Volkskundliche Spurensuche
  • Kurt Sartorius, Bönnigheim: Die Entdeckung der Nachgeburtsbestattung und ihre Folgen
  • Dr. Reinhard Rademacher, Göppingen: Neuzeitliche Nachgeburtsbestattungen in Sindelfingen, Lkr. Böblingen ­Archäologische Befundsituation und Datierung der Keramik
  • Liselotte Kuntner, Zürich: Kulturvergleich der Nachgeburtsbestattung
  • Ljudmila Korolkova, L. M. Loiko, St. Petersburg: Bestattungsritus der Nachgeburt bei den Völkern Russlands Ende des 19. bis Anfang des 20.Jhs (europäisches Rußland, Kaukasus, Mittelasien, Sibirien).
  • Dr. Hermann Ehmer, Stuttgart: Der Brauch der Nachgeburtsbestattung in einer christlichen Gesellschaft-Eine Fehlanzeige
  • Prof. Dr. Wolfgang Schad, Witten-Herdecke: Die Bedeutung der Plazenta in anthroposophischer Sicht
  • Siglinde Rehm, Leonberg: Die Bedeutung der Todesgöttin und der Nachgeburtsbestattung im Neolithikum im Werk von Marija Gimbutas
  • Dr. Dietmar Waidelich, Karlsruhe: Archäochemische Untersuchung zur Ermittlung von Nachgeburtsbestattungen
  • Prof. Dr. Kurt W. Alt, Mainz, Dr. Frank Musshoff, Bonn: Nachweis von Östrogen-Steroiden der Plazenta in Nachgeburtsgefäßen
  • Dr. Joachim Burger, Brigitte Großkopf, Dr. Susanne Hummel, Prof. Dr. Bernd Herrmann, Göttingen: Zum Nachweis menschlicher DNA aus Nachgeburtsbestattungen
  • Dr. Andrea-Mercedes Riegel, Oftersheim: Das Verbergen der Nachgeburt (cang bao) ­ein Thema der Medizin im antiken China

 

Der Kolloquiumsbericht kann zum Preis von 14,80 € bei der

Historischen Gesellschaft Bönnigheim

Keplerstr. 3

74357 Bönnigheim,

erworben werden.

 

Fax 07143/22563,

e-mail: schnapsmuseumb@aol.com

 

Kurt Sartorius

Historische Gesellschaft Bönnigheim e.V.

 

Sehenswürdigkeiten in Bönnigheim

Köllesturm

Köllesturm

Als „Oberer Torturm“ um 1286 mit der Stadtbefestigung erbaut. Auf dem Turm wohnte der Turmwächter. Ein Flügeltor und ein Zugtor verschlossen den Zugang zur Stadt. Der Torwächter verschloss abends das Tor und öffnete es morgens wieder. Für einen Reisenden durfte es nachts nur mit Genehmigung des Amtmannes geöffnet werden. Außerdem kassierte der Torwächter den Wegezoll. 1772 wurde nach einem Brand das Spitzdach durch eine barocke Dachform ersetzt. Einige Zeit war auch der Ortsarrest hier untergebracht. Nach der letzten Turmwächterfamilie erhielt der Turm den Namen Köllesturm. 1984 wurde die Fassade restauriert.
zum historischen Stadtrundgang
Rathaus

Rathaus

Unsere Stadt verfügt über eine leistungsstarke Verwaltung, die - zentral im Rathaus angesiedelt – den Bürgern und Interessenten mit Rat und Tat zur Seite steht. Egal, ob im persönlichen Gespräch, am Telefon oder virtuell via Internet – die Stadtverwaltung ist für Sie da. Hier finden Sie immer den richtigen Ansprechpartner.
zum Rathaus
Steinhaus

Steinhaus

Im ältesten Gebäude der Stadt, dem Steinhaus, ist das Schwäbische Schnapsmuseum untergebracht. Weit über Stadt und Ländle hinaus hat sich die Historische Gesellschaft mit dem Museum zur Kulturgeschichte des Alkohols, der Entwicklung der Destillationstechnik sowie der Geheim- und Schwarzbrennerei einen Namen gemacht. Bekannt sind die Likör- und Schnapsproben in geselliger Runde.
zum historischen Stadtrundgang
Schulzentrum

Schulzentrum

Unsere Stadt verfügt über ein vielseitiges schulischen Angebot.
In unserem Schulzentrum aus Alfred-Amann-Gymnasium, Sophie La Roche Realschule und Ganerbenschule (Grund- Haupt und Werkrealschule) sind auch die Stadtbücherei und die städtische Musikschule untergebracht.
zu den Bildungseinrichtungen
Cyriakuskirche

Cyriakuskirche

Die wunderschöne, altehrwürdige Cyriakuskirche ist eines der beherrschenden Bauwerke des Bönnigheimer Stadtkerns mit spätgotischer Ausstattung. Der mächtige, auf Säulen ruhende Querbau zwischen Langhaus und Chor ist einer der ganz wenigen Lettner, der sich im Württembergischen erhalten hat. Dabei ist der Hochaltar allein schon ein Prachtstück mittelalterlicher Holzskulptur.
zum historischen Stadtrundgang
Ganerbenburg

Ganerbenburg

Im Jahre 1188 wird die Bönnigheimer Burg als Besitz des Kaisers Barbarossa erwähnt. Sie bildete die nordwestliche Ecke der Stadtbefestigung und ging später in den Besitz der Ganerben über. 1525 im Bauernkrieg zerstört, wurde sie 1546 wieder aufgebaut. Ein großer Teil wurde 1679 eingerissen. Der Turm bekam 1898 das Spitzdach, als die Glocke aus dem Jahr 1359 von der Kirche hierher versetzt wurde. 1979 wurde die Burg saniert.
zum historischen Stadtrundgang
Stadionsches Schloss

Stadionsches Schloss

Mittelpunkt der Innenstadt und Prunkstück zugleich ist das Schloss. Das filigrane, spätbarocke Bauwerk des Reichsgrafen Friedrich von Stadion, mit viel Liebe zum Detail wieder in Originalzustand versetzt, beherbergt nach wechselvoller Geschichte das weltweit einmalige Museum Charlotte Zander für Internationale Naive Kunst und Art Brut.
zum historischen Stadtrundgang
Strombergkellerei

Strombergkellerei

Der Wein, 793 erstmals erwähnt, spielte schon immer eine große Rolle in Bönnigheims Geschichte; jedes Stadtviertel hatte seine eigene Kelter bis 1966 die Strombergkellerei im traditionellen Stil des 20. Jahrhunderts errichtet wurde.
Heute wird an sonnigen Hängen der Lemberger kultivier, jene anspruchsvolle Württemberger Rarität, die nur in den besten Lagen gedeiht und wovon hier die größte Anbaufläche zu finden ist. Die für Spitzenqualität bekannte Strombergkellerei und mehrere ebenfalls prämierte hochklassige private Weingüter keltern auch den edlen Spätburgunder, spritzen Riesling und natürlich einen kräftigen Trollinger, den Nationalwein der Schwaben.
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Mineralfreibad

Mineralfreibad

Abkühlung finden Sie im Mineralfreibad Bönnigheim. Das Bad bietet modernste Sprunganlagen, Sprudelbecken, Trinkbrunnen, eine 70-Meter Rutsche sowie eine Minigolfanlage und Wohnmobil-Stellplätze.
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