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ARCHIV: Zabergäuverein

Der beschwerliche Weg vieler Zabergäuer in ein besseres Leben

Erfasst von: El-Kothany, Helga (08.01.2018)

Bei der traditionellen Geburtstagsfeier des Zabergäuvereins am 27. Dezember im Güglinger Rathaus hielt die Heimatforscherin Heidrun Lichner vor über 50 Gästen ihren Festvortrag über die Auswanderungswellen über 300 Jahre aus Zaberfeld, Michelbach, Leonbronn und Ochsenburg - einer „klassischen Auswanderungsgegend“  - und veranschaulichte dies am Beispiel mehrerer Personen.

Anlass zu Heidrun Lichners Recherche ist ein Besuch aus Amerika. Nachfahren von Maria Apollonia Käfer aus Zaberfeld begeben sich 2016 auf Spurensuche. Bei Nachforschungen in Archiven, Kirchenbüchern, bei genealogischen Gesellschaften wird Lichner fündig. Maria Apollonia kommt  1717 mit Ehemann Hans Blanckenbühler in Fort Germanna, Virginia, an, einer deutschen Kolonie, und gehört damit zu den ersten eingetragenen Siedlern.
Zwischen der alten und neuen Heimat herrscht ein reger Schriftwechsel. Erbschaften oder Geldüberweisungen werden  dokumentiert und helfen so bei Nachforschungen.
Die Gründe für die Auswanderung und die Probleme in der Fremde ähneln sich stets: hier Armut, Hungersnot, politische Wirren, dort „Sprachlosigkeit“ und unterschiedliche Anforderungen bei der Arbeit. Catharina Ilger schreibt über ihre Arbeitsstelle in Australien: „Wenn sie sprechen wollen mit uns, dann stehen wir wie der Ochs am Berg.“